Symptome einer Schizophrenie

Persönlichkeitsveränderung, Denkstörungen, Wahrnehmungsstörungen

Bild: Symptome - Schizophrenie

Ebenso wie andere Erkrankungen geht Schizophrenie mit bestimmten Zeichen und Symptomen einher. Die Symptome sind nicht bei jedem Patienten gleich. In manchen Fällen kommt es im ganzen Leben nur zu einer einzigen Schizophrenie-Episode. Andere Patienten haben wiederkehrende Schübe, führen zwischen diesen Schüben aber ein relativ normales Leben. Eine Schizophrenie-Erkrankung kann jedoch auch zu lebenslangen schweren Symptomen führen.

Eine Schizophrenie ist immer mit Veränderungen der Fähigkeiten und der Persönlichkeit verbunden. Familienangehörige und Freunde bemerken, dass die erkrankte Person "nicht mehr Dieselbe" ist. Da die Patienten Wahrnehmungsprobleme haben und es ihnen schwer fällt, Reales und Irreales zu unterscheiden, beginnen sie häufig sich zurückzuziehen, wenn die Symptome stärker werden und häufiger auftreten.

Persönlichkeitsveränderungen

Sie sind oft der Schlüssel zur Erkennung einer Schizophrenie. Die Veränderungen sind in der Regel zunächst dezent und scheinbar unbedeutend, so dass sie nicht gleich bemerkt werden. Schließlich fallen sie jedoch Angehörigen, Freunden, Mitschülern oder Kollegen auf. Diese beobachten einen Verlust oder Mangel an Emotionen, Interesse und Motivation. Der Erkrankte kann zum Beispiel emotional unangemessen reagieren – lacht in einer traurigen Situation oder weint über einen Witz – oder er kann gar keine Gefühle mehr zeigen.

Denkstörungen

Diese Störungen stellen die tiefgreifendste Veränderung dar, da sie klares Denken und rationales Reagieren unmöglich machen. Gedanken bilden sich entweder nur langsam, können sich aber auch überstürzen oder gar ganz ausbleiben. Die erkrankte Person springt von Thema zu Thema, erscheint verwirrt und hat Schwierigkeiten, einfache Entscheidungen zu treffen. Ihr Denken kann durch Wahnvorstellungen beeinflusst sein. Manche Patienten fühlen sich verfolgt, sie sind überzeugt davon, dass jemand sie ausspioniert oder Komplotte gegen sie anzettelt. Manche entwickeln einen Größenwahn oder halten sich selbst für allmächtig, zu allem fähig und unverwundbar. Bei einigen entwickelt sich auch eine starke religiöse Neigung oder sie glauben die persönliche Mission zu haben, alles Übel aus der Welt zu schaffen.

Wahrnehmungsstörungen

Sensorische Eindrücke, dem Gehirn von den Sinnesorganen zugeleitet, geraten durcheinander. Die Betroffenen hören, sehen, riechen oder fühlen Dinge, die nicht vorhanden sind; die Patienten hören zum Beispiel häufig Stimmen. Derartige Erscheinungen werden als Wahnvorstellungen oder Halluzinationen bezeichnet.

Wer solche tiefgreifenden und erschreckenden Veränderungen erlebt, versucht sie häufig zu verbergen. So besteht oft ein großes Bedürfnis, das Krankheitsgeschehen zu leugnen und Menschen bzw. Situationen zu meiden, die dazu führen könnten, dass man selbst oder das eigene Verhalten als "anders" wahrgenommen wird. Intensive Fehlwahrnehmung der Realität löst Gefühle von Angst, Panik, Furcht und Besorgnis aus – natürliche Reaktionen auf derartige erschreckende Erlebnisse. Menschen mit schizophrenen Störungen brauchen deshalb Verständnis, Geduld und die Sicherheit, dass sie nicht allein gelassen werden.

Die häufigsten Symptome schizophrener Erkrankungen

  • Überempfindliche Reaktion auf Sinneseindrücke
  • Verstärkte innere Unruhe und Nervosität
  • Außergewöhnliches Verhalten (Schlaflosigkeit, Rückzug in Einsamkeit, Gleichgültigkeit, unbestimmte Angst, Misstrauen)
  • Zunehmend bizarres Verhalten (Einnehmen irrationaler Standpunkte, Versteifung auf religiöse oder okkulte Themen, exzessives Schreiben ohne Bedeutung, unangebrachtes Lachen, seltsame Körperhaltung, Vermeidung/Verweigerung andere zu berühren)
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