Ursachen und Auslöser der Schizophrenie

Eine schizophrene Psychose besitzt mehrere Ursachen

Schizophrene Störungen gehören zu den schizophrenen Psychosen. Eine Psychose ist eine schwere seelische Erkrankung, die die psychischen Funktionen eines Menschen erheblich beeinträchtigt; zu psychotischen Erkrankungen zählen unter anderem manche schwere Depressionen. Für die Erkrankung an einer schizophrenen Psychose gibt es keine einzelne Ursache. Mehrere Faktoren müssen hierfür zusammentreffen. Welche das sind und welche Rolle sie bei der Erkrankung spielen, ist bei jedem Menschen verschieden.

Somatische Ursachen

Körperliche Faktoren, etwa eine Veränderung der Gehirnsubstanz, wirken sich ebenfalls auf die Krankheit aus. Sie nehmen auch Einfluss auf Krankheitsverlauf und -dauer; die Erkrankung kann dann länger anhalten und intensiver sein.

Genetische Faktoren

Erbliche Einflüsse auf die Krankheit lassen sich feststellen. So gibt es in manchen Familien eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit, an Schizophrenie zu erkranken. Beispielsweise hat ein Kind ein Erkrankungsrisiko von 10 bis 15 Prozent, wenn schon ein Elternteil von einer schizophrenen Psychose betroffen ist.

Psychosoziale Einflüsse

Faktoren aus der Umwelt (d. h. Familie, Freunde, Arbeitskollegen ...) sind weniger als Ursache, sondern vielmehr für den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend. Früher ging man davon aus, dass Kinder aus weniger stabilen Familien mit höherer Wahrscheinlichkeit an einer Psychose erkranken. Diese Vorstellung ist inzwischen widerlegt worden. Denkbar ist aber, dass sich eine schwere Störung der Beziehung zwischen Eltern und Kind auf die Vulnerabilität (Verletzbarkeit) auswirkt.

Vulnerabilität (Verletzbarkeit)

Nicht alle Menschen sind gleich stark belastbar. Manche Menschen scheinen ein besonders dünnes "Nervenkostüm" zu haben. Ist diese Vulnerabilität außergewöhnlich hoch, kann schon mäßiger Stress zum Überschreiten der gerade noch erträglichen Grenze ausreichen. Dann kann es zum Auftreten einer schizophrenen Psychose kommen.

Stress

Chronischer Stress, die tagtäglichen Belastungen, können gemeinsam mit einer gewissen Verletzbarkeit, Einfluss auf die Erkrankung nehmen. Ebenso spielt aber auch der akute Stress, die unerwarteten Schicksalsschläge im Leben, eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Drogen, Alkohol, Kaffee und Tabak

Diese Stoffe verursachen alleine keine Psychose. Aber sie können eine neue Episode auslösen, wenn jemand schon an einer schizophrenen Erkrankung leidet. Nimmt der Patient Medikamente, sollte der Genuss von Alkohol, Kaffee und Tabak (auch in geringen Mengen) mit dem Arzt besprochen werden.

Schizophrenie HEXAL - Ursachen einer Schizophrenie
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